Anspruch auf Vormundschaft für Enkel

Das Bundesverfassungsgericht (Aktenzeichen 1 BvR 2926/13) hat entschieden, dass Großeltern bei der Auswahl eines Vormunds für ihr Enkelkind nicht übergangen werden dürfen. Der im Grundgesetz garantierte Schutz der Familie schließe nicht nur familiäre Bindungen zu den Eltern, auch zu nahen Verwandten ein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass es einen Automatismus dahingehend gibt, dass den Großeltern dann automatisch die Vormundschaft übertragen werden muss.

Die Gerichte müssen jeweils im Einzelfall prüfen, ob eine Übertragung der Vormundschaft für die Enkel auf die Großeltern in Frage kommt.

Voraussetzung, um als Vormund in Betracht zu kommen, ist allerdings eine enge familiäre Bindung zum Kind.

Die Bedeutung der Entscheidung liegt darin, dass das Bundesverfassungsgericht klargestellt hat, dass die Großeltern bei der Prüfung der Vormundschaft zumindest nicht übergangen werden dürfen, sondern sie müssen bei der Auswahl eines Vormunds auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Ihr

Hans-Jürgen Heller

Fachanwalt für Familienrecht

Rufen Sie uns an
(03641) 82 08 58
oder
schreiben Sie uns Ihre Fragen
Name:
E-Mail:
Telefon:
Spamschutz - bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein:
Neu laden

Wie viele Zeichen befinden sich im Bild?
Nachricht:


Eingestellt am 26.09.2014 von Hans-Jürgen Heller
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.
Neu laden

Wie viele Zeichen befinden sich im Bild?


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)